Fields of Gold von Sting – Akustikgitarren-Songtutorial mit Horst Keller

Sting · 1993 · Akustikgitarre

Fields of Gold auf der Gitarre: Begleitung, Arpeggios und Melodie.

Die Studioversion lebt von einer Nylon-Gitarre im Hintergrund. Wenn du gleichzeitig singst oder eine Sängerin begleitest, brauchst du jedoch keine überladene Kopie, sondern eine tragfähige Fassung: klare Akkorde, ein atmendes Picking und die richtigen Einsätze.

KünstlerSting
Jahr1993
TonzentrumD-Dur
Pulsca. 100 BPM · 4/4

Komplette Videolektion

Vom Akkordgerüst bis zur D-Dur-Melodie – musikalisch statt überladen.

Horst zeigt die Akkordreihenfolge, mehrere Hm7/Bm7- und Hm9/Bm9-Varianten, Begleitmuster, Bridge, Solo und Zwischenmelodie. Die zweite eingebettete Lektion ergänzt den bestehenden Beitrag und bleibt als weitere Perspektive erhalten.

Leitentscheidung: Eine Gitarre muss auswählen; zwei Gitarren dürfen verteilen. Im Solo-Spiel verschmilzt das Arpeggio mit der Akkordbegleitung, im Duo übernimmt eine Gitarre die Fläche und die andere die Bewegung.

Ergänzende Fields-of-Gold-Lektion aus dem bisherigen Beitrag

Song und Arrangement

1993er Ballade – mit mehr Gitarrenschichten, als der ruhige Eindruck vermuten lässt.

„Fields of Gold“ erschien 1993 auf Stings Album Ten Summoner’s Tales und im Juni desselben Jahres als Single. Horst setzt im Unterricht genau dort an, wo die Studioästhetik zur praktischen Gitarrenfrage wird: Welche Bestandteile tragen den Song wirklich?

Originaltextur

Nylon-Arpeggios

Im Hintergrund laufen feine gebrochene Akkorde. Sie geben Farbe und Bewegung, sind aber nicht automatisch die beste alleinige Gesangsbegleitung.

Harmonie

D-Dur als Landkarte

Obwohl Hm7/Bm7 sofort auffällt, liegt die Melodie innerhalb einer Oktave der D-Dur-Tonleiter. Das macht Solo und Übergangsmelodie gut hörbar.

Form

Eine Strophe trägt weit

Wer eine Strophe sicher beherrscht, kennt laut Horst bereits den größten Teil des Songs. Danach bleiben Bridge, Solo und wenige Übergänge.

Der Begleitkern

Eine Gitarre muss auswählen – Akkordfunktion zuerst, Verzierung danach.

Horsts Fassung verbindet ein gleichmäßiges Achtelgefühl mit frei dosierten Arpeggios. Vier Abschläge, vier Aufschläge und Anteile seines Clapton-artigen Pickingmusters liefern Bewegung, ohne den Gesang zuzudecken.

  • Hm7/Bm7 vereinfachen: Wenn der Barrégriff bremst, nutze die im Video gezeigte Hm9/Bm9-Alternative und halte den Puls stabil.
  • Akkorddauer zählen: Die Harmonie wechselt nicht immer im bequemen Ein-Takt-Raster. Zähle die verlängerten Hm7/Bm7-Stellen bewusst aus.
  • Übergang verbinden: G/H → Asus4 → D ist eine melodische Griffbewegung. Lerne die Fingerroute als Einheit statt als drei getrennte Bilder.
  • Arpeggios dosieren: Ergänze nur so viele Einzeltöne, dass Gesang, Bassbewegung und Akkordwechsel klar bleiben.

Einsatz und Text

D ist Auftakt, nicht Gesangsbeginn

Das einleitende D gehört bereits zur Begleitung. Die Stimme startet erst auf „Remember“. Wenn dieser Unterschied nicht im Körper sitzt, wirkt selbst die richtige Akkordfolge verschoben.

Taktprobe: Spiele nur das Auftakt-D und sprich den Texteinsatz. Erst wenn beides getrennt klar ist, kommt das vollständige Picking hinzu.

Was die Lektion besonders macht

Begleitung, Melodie und Ergonomie werden als eine Aufgabe behandelt.

Gehör

Melodie ohne Tab finden

Solo und Zwischenmelodie bleiben in einem überschaubaren D-Dur-Raum. Horst nutzt das ausdrücklich als Einladung, die Töne nach Gehör zu suchen.

Ergonomie

Kompakt heißt nicht bequem

Grundgriffe nahe am Sattel erzeugen hohen Fingerdruck. Kurze Pausen und alternative Voicings sind kein Rückschritt, sondern Teil einer sauberen Übestruktur.

Besetzung

Solo oder Duo bewusst wählen

Allein kombinierst du Akkord und Arpeggio. Zu zweit trennt ihr Rhythmus und Hintergrundfigur – und beide Stimmen werden klarer.

Kapodaster: Wenn die Tonart zur Stimme nicht passt, verschiebe die vertrauten Griffbilder mit dem Capo. Horst nennt den dritten Bund als mögliches Beispiel für eine höhere Gesangslage – die tatsächliche Position entscheidet die Stimme.

Kapitel im Video

Direkt zu den entscheidenden Unterrichtsstellen.

Konkreter Übeplan

Hören, formen, zusammensetzen – in fünf kontrollierten Schritten.

Nimm zuerst die Form ins Ohr und baue danach Technik hinzu. Das schützt den Song davor, unter einem komplizierten Picking zu verschwinden.

  1. Original hören: Markiere Auftakt, Gesangsbeginn, Strophenende und Bridge, ohne die Gitarre anzufassen.
  2. Akkorde stumm zählen: Greife die Folge und bewege nur die linke Hand. Sprich die Zählzeiten der längeren Hm7/Bm7-Passage.
  3. Einfach anschlagen: Spiele die komplette Strophe mit gleichmäßigen Achteln und noch ohne dekorative Arpeggios.
  4. Bewegung dosieren: Füge das Vier-runter-vier-hoch-Muster und einzelne Picking-Töne hinzu. Nimm sie wieder heraus, sobald der Gesang leidet.
  5. Gehörtest: Suche Solo- oder Zwischenmelodie in der D-Dur-Lage und spiele anschließend mit dem Original.

Für VIP-Guitar Unterstützer

Zusatzmaterial zu Fields of Gold

Die Ausarbeitung bündelt die in der Lektion verwendeten Akkorde, Griffvarianten, Arpeggios und Melodieteile als Begleitung zum Video.

Sinnvolle Vertiefung

Eine klare Live-Klangbasis für deine Akustikgitarre.

Wenn du die Begleitung verstärkt in Probe oder Auftritt einsetzen willst, ist „Akustikgitarre Live“ eine aktuelle Helix-Stadium-Klangbasis. Sie ist kein speziell für „Fields of Gold“ gebautes Songpreset und keine behauptete Rekonstruktion der Nylon-Gitarrenspur im Original.

Helix Stadium

Akustikgitarre Live

Eine aktuelle Stadium-Basis für verstärkte Akustikgitarre, bei der Anschlag, Arpeggios und Gesangsbegleitung klar bleiben können.

Stadium-Preset ansehen

Gemeinsam arbeiten

Begleitung und Gesang brauchen gemeinsamen Atem.

In den VIP-Guitar Workshops lassen sich Auftakt, Texteinsatz, Akkorddauer und das Verhältnis zwischen Fläche und Arpeggio direkt mit anderen Musikern erproben.

Weiterlernen

Arpeggios, Rhythmus und Gesang gezielt vertiefen.

Die Wirkung kommt nicht aus der Menge der Töne, sondern aus ihrer Funktion.

Halte zuerst Akkorddauer, Auftakt und Gesangsbeginn stabil. Danach werden Arpeggios und Melodie zu Farbe – und Fields of Gold bleibt auch mit nur einer Gitarre offen und ruhig.

„Geh ran, lern es, übe es, spiel es und hab Spaß dran.“Horst Keller

Danke, dass du dir für diese ruhige Lektion die nötige Aufmerksamkeit nimmst. Bei „Fields of Gold“ zählt nicht, wie viele Arpeggiotöne du unterbringst, sondern ob Auftakt, Texteinsatz und Akkorddauer miteinander atmen. Spiele die Fassung auf deine Art – und lass immer genug Raum für die Stimme.

Deine Frage zur Lektion

Was fordert dich bei „Fields of Gold“ am meisten: der Auftakt vor dem Gesang, Hm7/Bm7, die dosierten Arpeggios, die D-Dur-Melodie oder das gleichzeitige Singen?

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Peter Bengelmann
    4. Mai 2021 12:31

    Bin nun auch dabei. Viele Eindrücke und Angebote. Hab‘ grade „Fields of Gold“ angefangen. Video ist super. Um die Akkorde alle flüssig zu lernen, würde ich gerne was asudrucken, konnte aber nichts finden? Musikalische Grüße peterbeng

    Antworten
    • Hallo Peter, wenn du eingelogt bist, kannst du das Zusatzmaterial herunterladen.
      Siehe unter dem Text „Zusatzmaterial für Unterstützer“.
      Lieben Gruß Manu

      Antworten

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