Songtutorial · Robbie Williams · Akustikduett
Eternity auf der Gitarre: zwei Stimmen, ein klares Arrangement
Die Vorlage wird vom Klavier getragen. Christian Mohr und Horst übertragen sie auf zwei Akustikgitarren: eine Stimme hält Bass, Akkorde und Arpeggios zusammen, die andere ergänzt hohe Voicings, Pianomuster und Gegenmelodien. Der entscheidende Lernstoff ist nicht Lautstärke, sondern Aufteilung.
Die vollständige Gitarrenstunde
Vom Keyboard-Song zum spielbaren Gitarrenduett
Horst und Christian erklären beide Stimmen, korrigieren Akkordnamen direkt in der Partitur und zeigen anschließend eine einfachere Begleitung mit Capo im ersten Bund.
Klavierbegleitung auf zwei Gitarren
Gitarre 1 trägt den tiefen Bereich mit Bsus2, Gmadd9, Es-Dur, C-Moll und den absteigenden Basslinien. Gitarre 2 liegt höher und übernimmt die singende Klavierfigur.
Beide Instrumente spielen bewusst nicht dieselben Lagen. Horst und Christian zeigen, dass identische Voicings vor allem lauter und dichter werden. Unterschiedliche Register schaffen dagegen Raum.
GP und GPX sind deckungsgleich: 84 Takte bei 78 BPM, drei Spuren und 2.758 notierte Töne.
Harmonie und Griffbilder
Vier Klangfarben machen die Ballade unverwechselbar
Die Akkorde sind anspruchsvoll, aber nicht zufällig kompliziert. Jeder Zusatzton erfüllt eine hörbare Funktion.
Sus2 offen halten
Bsus2 verzichtet auf die Terz. Dadurch bleibt der Beginn schwebend und lässt Platz für die Melodie.
Gmadd9 ausdehnen
Der kleine Finger wandert zur None. Übe den Stretch erst ohne Picking und ziehe ihn danach in den G-Moll-Griff zurück.
Major 7 hören
Esmaj7 wirkt weiter als ein reiner Durakkord. Christian erklärt die Verwandtschaft zum G-Moll-Voicing über den wechselnden Basston.
Sus4 auflösen
Dsus4 und Fsus4 verzögern den Zielakkord. Der liegenbleibende Ton muss hörbar in die Auflösung führen.
Die schwierigsten Wechsel werden stationär geübt. Gmadd9, G-Moll, Es-Dur und C-Moll liegen nah beieinander. So wenig Handweg wie möglich ist hier wichtiger als ein früher Durchlauf im Originaltempo.
Christian nutzt außerdem eine praktische harmonische Abkürzung: Esmaj7 und G-Moll teilen in der oberen Lage dieselben Töne, solange der Bass getrennt gespielt wird. Nimm beide Voicings auf und ändere nur den Basston. So hörst du die Verwandtschaft, statt sie lediglich als Griffregel auswendig zu lernen.
Arrangement für zwei Gitarren
Eine Stimme führt, die andere antwortet
Das Arrangement verteilt nicht nur Töne. Es verteilt Aufgaben: Fundament, Klavierbewegung, Gegenmelodie und kurze Antworten in den Pausen.
Bass und Arpeggio
Tiefe Grundtöne, Achtelbewegung und Barré-Griffe halten die Form zusammen.
Hohe Pianostimme
Obere Voicings, Daumen-Finger-Wechsel und Melodietöne erzeugen die Klavierwirkung.
Frage und Antwort
Bassläufe und Gegenmelodien greifen ineinander, ohne gleichzeitig denselben Bereich zu besetzen.
Besonders wichtig ist die Bridge. Der Bass fällt von C-Moll über B und B♭, während die zweite Gitarre offene G-Saiten und Gegenstimmen nutzt. Jede Lücke gehört nur einer Stimme.
Im Refrain wechseln die Spieler zwischen tiefer Akkordbasis und hohen Intervallen. Wenn beide dieselbe Lage wählen, wird das Ergebnis dicht. Wenn jede Gitarre ihren Bereich behält, bleibt der Gesang frei.
Rechte Hand und Koordination
Arpeggio, Pianomuster und Strumming klar trennen
Gitarre 1 beginnt häufig mit vier Anschlägen nach unten und vier nach oben. Die Töne sollen weiterklingen, solange der Akkord nicht bewusst gewechselt wird.
Gitarre 2 kombiniert den Daumen für Basssaiten mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger für die oberen Töne. Der erste Zugriff klingt als voller Akkord, danach alternieren die Finger wie eine Klavierbegleitung.
Bleibe mit den Fingern nah an den Saiten. Christian nennt genau das als wichtigste Kontrolle für ein ruhiges Fingerpicking.
Vier Hörkontrollen
- Bleibt der Bass unter der oberen Stimme klar?
- Klingt die None, ohne dass der Griff verkrampft?
- Löst sich Sus4 hörbar in den Zielakkord auf?
- Antwortet die zweite Gitarre, statt nur zu verdoppeln?
Direkt zu den Stellen
20 direkte Kapitel
- 00:46 · Song und ArrangementKeyboard-Vorlage und zwei Gitarren.
- 05:47 · KlangideeHarmonie, Melodie und Anspruch.
- 07:47 · Tonart und IntroB-Dur, Major 7 und erste Bewegung.
- 09:50 · Bsus2Schwebender Balladenklang.
- 10:53 · Picking-GrundmusterVier Töne hin und zurück.
- 11:19 · Gmadd9Stretch und Rückweg zu G-Moll.
- 13:42 · C-Moll und Sus2Kleine Griffänderung, große Wirkung.
- 15:43 · Dsus4 auflösenLiegenden Ton kontrollieren.
- 18:53 · Bridge und BasslinieC-Moll mit fallendem Bass.
- 21:53 · Zweite GitarrenstimmeBasstöne und offene G-Saite.
- 23:48 · RefrainB-Dur, Esmaj7 und G-Moll.
- 24:19 · Major 7 erkennenWeite Klangfarbe statt reinem Dur.
- 26:45 · Voicings stationär spielenVerwandte Griffe und wechselnder Bass.
- 33:21 · Strumming als SteigerungRhythmischer Wechsel vor dem Finale.
- 38:59 · Singing PlayerDie obere Gitarrenstimme beginnt.
- 40:23 · Pianofigur übertragenMelodietöne über liegenden Akkorden.
- 44:38 · Klavierpattern zupfenDaumen und drei Finger koordinieren.
- 46:11 · Register aufteilenTiefe und hohe Lage kombinieren.
- 61:09 · Capo-VersionEinfachere Solobegleitung im ersten Bund.
- 74:14 · ÜbehinweiseBarré, Fingerpicking und Saitennähe.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Griff zur Duo-Fassung
- Voicings: Bsus2, Gmadd9, G-Moll und Esmaj7 einzeln greifen.
- Wechsel: Gmadd9 zu G-Moll ohne Picking achtmal bewegen.
- Arpeggio: Vier Töne abwärts und vier aufwärts bei reduziertem Tempo spielen.
- Pianomuster: Voller Akkord, dann Daumen und drei Finger alternieren.
- Register: Beide Stimmen getrennt aufnehmen und auf Überlagerungen hören.
- Form: Intro, Strophe, Bridge, Refrain und Finale ohne Stopp verbinden.
Horst reduziert schwierige Stellen in der Lektion auf 70 bis 80 BPM. Das Notenmaterial steht bei 78 BPM. Nutze dieses Tempo erst, wenn jeder Barré-Griff ohne Nachgreifen klingt.
Erst trennen, dann zusammenspielen
Nimm zuerst die einfachere Begleitung mit Capo im ersten Bund auf. Darüber übst du nur die höhere Stimme. So hörst du sofort, ob dein Einsatz eine Lücke füllt oder den Akkord nur verdoppelt.
Loop die Bridge. Vier Takte reichen. Sage die Bassbewegung leise an und spiele die Gegenmelodie erst dazu, wenn der tiefe Verlauf sicher ist.
Bei Gmadd9 bleibt der kleine Finger die Problemstelle. Greife den Akkord, löse nur diesen Finger und setze ihn wieder. Die rechte Hand wartet, bis die Bewegung ruhig ist.
Für das Duo legst du vorab fest, wer Bass und wer hohe Intervalle übernimmt. Wechsel die Rollen erst nach einem vollständigen Durchlauf.
Die Capo-Fassung spart einige schwere Barré-Wechsel, bleibt aber musikalisch vollständig. Sie eignet sich deshalb als Begleitspur für den ersten Loop und später als eigenständige Soloversion. Prüfe dabei besonders den absteigenden Bass und die Sus4-Auflösung, denn beide Funktionen sollen trotz einfacherer Griffbilder hörbar bleiben.
Premium-Material
Beide Stimmen und die Capo-Fassung
Das bestehende Unterstützerpaket bleibt unverändert. Im lokalen Originalbestand liegen zweimal sechs Seiten Gitarrennotation, drei Seiten Capo-Begleitung sowie GP und GPX.
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Hinweis: Das Material ist zum persönlichen Lernen bestimmt. Rechte an Komposition, Text und Originalaufnahme verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Duo-Klang und Dynamik
Zwei Akustikgitarren brauchen unterschiedliche Rollen
Horst und Christian zeigen den Unterschied zwischen mehr Lautstärke und echter Breite. Die Instrumente werden über Lage, Rhythmus und Funktion getrennt.
Tiefer, ruhiger, verbindend
Die erste Gitarre hält Bass und Akkordwechsel stabil. Arpeggios dürfen lang ausklingen, ohne die obere Stimme zu überdecken.
Höher, beweglicher, antwortend
Die zweite Gitarre übernimmt Pianotöne und Gegenmelodien. Kurze Einsätze sind wirksamer als dauerhaftes Mitspielen.
Beim Schlussdurchlauf hörst du die Aufteilung besonders deutlich. Beide Gitarren sind kräftig, aber jede behält ihren Frequenzbereich. Genau das verhindert ein matschiges Duo.
Passende nächste Schritte
Vertiefe Barré, Picking und Liedbegleitung
Deine Erfahrung
Welche Stimme möchtest du übernehmen?
Beschreibe eine konkrete Stelle: Gmadd9, die fallende Basslinie, das Pianomuster oder die Capo-Begleitung. Das native Kommentarformular bleibt offen.



