Daft Punk · Funk-Rhythmus · Alexander Spitzner
Get Lucky auf der Gitarre: Akkorde und Funk-Rhythmus
Vier Barré-Akkorde tragen die gesamte Begleitung. Die eigentliche Arbeit steckt in der rechten Hand: durchlaufende Sechzehntel, klare Akzente und kontrollierte gemutete Schläge. Alexander Spitzner zeigt dir, wie du Akkorde und Rhythmus getrennt aufbaust und anschließend verbindest.
Die vollständige Videolektion
Vier Barré-Akkorde, ein durchlaufender Puls
Alexander spielt die Begleitung zunächst vor und zerlegt danach Greifhand und Anschlag. Du hörst zuerst den Zusammenhang und arbeitest anschließend an jedem Baustein einzeln.
Rhythmus vor Akkordwechsel
Die Folge H-Moll, D-Dur, Fis-Moll und E-Dur ist überschaubar. Der Groove entsteht nicht durch zusätzliche Akkorde, sondern durch Tonlänge und Anschlag.
Die rechte Hand bleibt ständig in Bewegung. Die linke Hand entscheidet, ob der Akkord klingt oder nur ein kurzer perkussiver Schlag entsteht.
Beginne deutlich langsamer als die Vorführung. Erst wenn die Bewegung locker bleibt, überträgst du das Muster auf den nächsten Akkord.
Greifhand
Die vier Akkorde im Griffbrettbereich
Alle Formen liegen nah beieinander. Dadurch kannst du die Handwege klein halten und dich auf den Rhythmus konzentrieren.
Siebter Bund
Der Zeigefinger legt den Barré über alle Saiten. Ring- und kleiner Finger greifen A- und D-Saite im neunten Bund.
Ab fünftem Bund
Der Grundton liegt auf der A-Saite. Alexander zeigt die übliche Dreifingerform und seine Doppel-Barré-Variante im siebten Bund.
Ab neuntem Bund
Der Barré liegt im neunten Bund. Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger ergänzen die Mollform in den folgenden Bünden.
Ab siebtem Bund
Die D-Dur-Form wird zwei Bünde nach oben verschoben. Alexander greift auch hier den kompakten Doppel-Barré.
Prüfe jeden Akkord Saite für Saite. Wenn ein Ton nicht klar klingt, korrigierst du nur diesen Kontaktpunkt. Die leicht gedrehte Außenseite des Zeigefingers kann den Barré stabiler machen.
Rechte Hand
Locker durch die Sechzehntel
Die Schlaghand pendelt gleichmäßig ab und auf. Auch wenn kein Akkord klingt, bleibt die Bewegung erhalten. So bleibt der Puls stabil.
Basston
Der erste Schlag hebt den Basston des jeweiligen Akkords hervor.
Hohe Saiten
Die klingenden Akkordakzente treffen vor allem D-, G-, H- und hohe E-Saite.
Muting
Die Greifhand löst den Druck, bleibt aber auf den Saiten liegen und stoppt die Tonhöhe.
Lockerheit
Unterarm und Handgelenk bleiben frei. Tempo kommt erst nach einer ruhigen Bewegung.
Wenn du die Hand zwischen zwei Akzenten anhältst, verliert der Rhythmus seinen Fluss. Spiele deshalb zuerst nur Luftschläge und füge anschließend einzelne Klangpunkte ein.
Alexander nimmt bei den Akkordakzenten die D-Saite mit, damit der Klang nicht zu dünn wird. Der Arm darf trotzdem nicht über alle sechs Saiten schlagen. Begrenze den Weg so weit, dass Bassschlag und hohe Akkordfläche als zwei verschiedene Ebenen hörbar bleiben.
Schlagmuster
Klingende und gemutete Schläge ordnen
Alexander beginnt mit dem Basston, setzt danach einen klingenden Abschlag und verbindet die nächsten Akzente mit gemuteten Zwischenbewegungen. Down- und Upstrokes folgen dem gleichmäßigen Sechzehntelraster.
Die entscheidende Trennung geschieht links: Druck bedeutet Akkord, gelöster Druck bedeutet perkussiver Schlag. Die rechte Hand ändert ihre Bewegung nicht.
Teile das Muster in zwei kurze Hälften. Wiederhole jede Hälfte, bis Bass, Akkord und Muting an derselben Stelle landen. Erst dann verbindest du beide.
Nutze die langsame Mitspielstelle im Video als erste Referenz. Kannst du dort noch nicht locker bleiben, reduzierst du weiter. Ein langsamer, gleichmäßiger Durchgang bringt dich näher an den Groove als ein schneller Versuch mit stockender Hand.
Kontrollpunkte
- Puls: Die Hand läuft ohne Pause ab und auf.
- Bass: Der erste Ton jedes Akkords bleibt hörbar.
- Akzent: Die hohen Saiten klingen klar und kurz.
- Muting: Keine zufällige Tonhöhe bleibt stehen.
Direkt zu den Stellen
20 direkte Kapitel
- 00:09 · BegrüßungAlexander eröffnet die Lektion.
- 00:40 · Song und BesetzungGet Lucky und die beteiligten Musiker.
- 00:52 · Warum dieser Song?Funk-Stil und Rhythmustraining.
- 01:24 · Vier Barré-AkkordeDer harmonische Rahmen.
- 01:36 · AkkordfolgeHm, D, Fism und E.
- 01:48 · VorführungDie komplette Begleitung im Zusammenhang.
- 02:31 · H-MollBarré und Griffposition im siebten Bund.
- 02:43 · Barré-TippZeigefinger drehen und Klarheit prüfen.
- 03:40 · D-DurNormale Form und Doppel-Barré.
- 04:25 · Fis-MollGriffaufbau ab dem neunten Bund.
- 04:44 · E-DurDie verschobene Durform.
- 05:14 · Rechte HandDer Anschlag wird isoliert.
- 05:18 · SechzehntelpulsDurchlaufende Auf- und Abbewegung.
- 05:26 · Basston zuerstDer Startpunkt jedes Akkords.
- 05:53 · Hohe SaitenDie klingenden Akkordakzente.
- 06:12 · Locker bleibenTempo ohne Verkrampfung entwickeln.
- 06:31 · SchlagmusterBass, Abschlag und Muting verbinden.
- 06:52 · Links dämpfenGreifdruck lösen, Handbewegung erhalten.
- 09:19 · Langsame MitspielrundeDas Muster kontrolliert wiederholen.
- 12:11 · Übeweg und AbschlussTeilen, verbinden und Tempo steigern.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten für Akkorde und Groove
- Akkordklarheit: Hm, D, Fism und E einzeln Saite für Saite prüfen.
- Wege: Die vier Formen ohne Anschlag in einer ruhigen Schleife wechseln.
- Puls: Sechzehntel nur als Luftschläge spielen und laut mitzählen.
- Klangpunkte: Basston und ersten Akkordakzent in den Puls einsetzen.
- Muting: Die restlichen Schläge durch gelösten Greifdruck perkussiv machen.
- Folge: Das fertige Muster auf alle vier Akkorde übertragen und aufnehmen.
Nur ein Kriterium pro Runde
In den ersten beiden Einheiten zählt ausschließlich die linke Hand. In Einheit drei und vier beobachtest du nur den Bewegungsfluss der rechten Hand.
Nimm die fünfte und sechste Einheit auf. Höre danach zuerst auf den Puls, dann auf Nebensaiten und zuletzt auf die Akkordwechsel.
Wenn der Wechsel zu spät kommt, baust du bewusst eine kurze Übepause zwischen zwei Akkorden ein. Genau diesen Weg zeigt Alexander am Ende der Lektion.
Sound und Koordination
Der Funk entsteht aus kurzen Kontrasten
Druck und klare hohe Saiten
Greife vollständig, triff den vorgesehenen Saitenbereich und stoppe den Akkord rechtzeitig. Mehr Lautstärke ersetzt keine saubere Artikulation.
Druck lösen, Kontakt halten
Die Finger bleiben auf den Saiten, ohne sie auf die Bünde zu drücken. Der Anschlag wird kurz und perkussiv.
Ein Griff, zwei Klänge
Bleibe auf H-Moll. Spiele abwechselnd einen vollen Akkord und zwei gemutete Schläge. Erst wenn der Unterschied deutlich ist, setzt du dieselbe Kontrolle in das komplette Muster ein.
Materialbestand
Was für diese Lektion verifiziert ist
Der Ausgangsbeitrag enthält die Videolektion, aber keinen geschützten Download. Im lokalen Archiv wurde keine PDF-, Guitar-Pro-, Audio- oder Backingtrackdatei gefunden. Deshalb wird kein Material ergänzt.
Die Lektion selbst liefert Akkordpositionen, Anschlagprinzip, Muting und einen konkreten Übeweg. Für Griffweise und Rhythmus bleibt das Video die maßgebliche Quelle.
Quellenabgrenzung
- Live-Beitrag: Videoidentität und bestehende Metadaten.
- Transkript: vollständige Erklärung und Zeitmarken.
- YouTube-Beschreibung: Alexander Spitzner als Lehrer.
- Keine Notations- oder Audiodatei im verifizierten Bestand.
Hörkontrolle
Drei Prüfungen vor dem Originaltempo
Im ersten Durchgang hörst du nur auf die Akkorde. Jeder Griff muss klar einsetzen, ohne offene Nebensaiten.
Im zweiten Durchgang zählt der Puls. Die Hand bewegt sich gleichmäßig, auch wenn einzelne Schläge stumm bleiben.
Im dritten Durchgang prüfst du den Kontrast. Basston, klingender Akkord und gemutete Schläge müssen drei verschiedene Funktionen behalten.
Hörfragen
- Bleibt der Sechzehntelpuls durch jeden Wechsel stabil?
- Klingen die hohen Saiten klar, aber nicht zufällig lang?
- Haben die gemuteten Schläge keine erkennbare Tonhöhe?
Passende nächste Schritte
Vertiefe Funk, Barré und Rhythmus
Dein nächster Durchgang
Spiele zuerst zwei Akkorde, H-Moll und D-Dur, mit vollständigem Muster. Bleibt die rechte Hand ruhig, ergänzt du Fis-Moll und E-Dur.



