Rod Stewart · Gitarrenstunde mit Horst Keller
Maggie May auf Gitarre: Akkorde, Strumming und Solo
„Maggie May“ habe ich schon als Jugendlicher oft gehört. Heute spielen wir die Begleitung auf der Akustikgitarre und schauen uns Ronnie Woods erstes Solo an. Dafür brauchst du keine E-Gitarre: Das Solo funktioniert auch auf der akustischen.

Das Video zum Mitspielen
Nimm deine Gitarre dazu. Wir beginnen mit den Akkorden und zwei Rhythmen für die Begleitung. Danach zeige ich dir das erste Gitarrensolo und die Mandolinenmelodie. Wenn du eine bestimmte Stelle wiederholen möchtest, führen dich die Kapitel direkt dorthin.
Dein Lernmaterial zum Mitspielen
Im Lernheft findest du die Akkordschaubilder, beide Rhythmusvarianten, das erste Solo mit vergrößerten Übestellen und den Liedtext mit Akkorden. Dazu kommen die Noten für E-Gitarre und zwölfsaitige Akustikgitarre. Die Begleitung kannst du auch mit einer sechssaitigen Gitarre üben.
Für die Akkorde richte dich nach dem Lernheft. Das Word-Original enthält an einigen Stellen andere Akkordangaben. Die Guitar-Pro-Datei ist eine andere Fassung; Ablauf und Taktzahlen können abweichen.
PDF · 11 Seiten · mit Liedtext und Akkorden
PDF · mit dem Gitarrensolo
PDF · Begleitung und Songverlauf
DOC · zum Öffnen in Word oder LibreOffice
ZIP · entpacken und die .gp-Datei in Guitar Pro öffnen
Lernheft, beide Noten-PDFs, Word-Original und Guitar-Pro-Datei
Zwei Begleitungen für den Song
Im Original spielt die Akustikgitarre eine zurückhaltende Begleitung mit drei Abschlägen. Das funktioniert im Bandkontext wunderbar. Wenn du das Lied aber ganz allein begleitest und singst, klingt das oft ein bisschen leer.
Deshalb zeige ich dir neben dem Originalrhythmus noch eine vollere Variante, die genau diese Lücken schließt. So kannst du dir aussuchen, welches Strumming für dich am besten passt.
Der Rhythmus aus dem Original
Beginne mit den drei Abschlägen aus der Aufnahme. Ab 04:40 hörst du den Rhythmus, ab 12:43 spielen wir ihn mit den Akkordwechseln. Lass die Bewegung der Schlaghand dabei locker weiterlaufen.
Mehr Fülle im Strumming
Zwei Abschläge, zwei Aufschläge und am Ende noch einmal zwei Abschläge: Diese Popbegleitung füllt den Klang, wenn ich den Song allein spiele. Sie kommt im Original nicht genauso vor. Ab 18:52 zeige ich dir die Variante im Vergleich.
Die sechs Akkorde und der Wechsel zu Em
Für die Begleitung brauchen wir D, A, G, Em, F#m7 und Dsus2/F#. Im Gitarrenintro kommt außerdem Hm vor, was in englischen Noten als Bm steht. Das klassische Intro vor dem eigentlichen Song lassen wir in dieser Stunde bewusst weg.
Achte besonders auf den kurzen Wechsel von Dsus2/F# zu Em: Das Fis liegt im Bass, und nach nur einem Schlag springst du direkt zurück auf Em. Im Video nehmen wir uns den Übergang ab 15:17 langsam vor. Ob du das Fis mit dem Daumen oder dem Zeigefinger greifst, entscheidest du passend zu deiner Hand.
Ronnie Woods erstes Solo: Große Wirkung mit wenigen Tönen
Das Faszinierende an diesem Solo in D-Dur: Ronnie Wood beginnt auf den tiefen Saiten und verändert ein kurzes Motiv immer nur leicht. Ein Slide, ein abgestoppter Ton oder ein kleines Bending reichen aus, um eine neue musikalische Antwort zu formen.
Lerne das Solo am besten Takt für Takt. Im Video gehe ich beim Üben auf 60 Prozent des Tempos zurück. Die vergrößerten Ausschnitte im Lernheft zeigen dir die Stellen genau. Das Solo funktioniert wunderbar auf der Akustikgitarre.
Slide und kurzer Ton
Achte bei dem wiederkehrenden Slide auf den Punkt über der Note: Stoppe den Ton nach dem Anschlag sofort wieder ab. Lässt du ihn weiterklingen, verliert die Phrase ihren Charakter. Ab 25:47 erkläre ich das genau.
Das Bending treffen
Spiele den Zielton zuerst ganz normal als gegriffenen Ton an. Ziehe die Saite danach nur so weit, bis du exakt diese Tonhöhe erreichst. Ein Halbton-Bending ist keine weite Bewegung. Die Stelle mit dem Halbton-Bending findest du im Video ab 23:57.
Ab 30:02 hörst du das Solo auch auf der cleanen E-Gitarre. Bei 32:30 folgt das zweite, längere Solo, bei dem die Melodie eine Oktave höher wandert. Wenn du den Song gerade neu lernst, bleib ruhig zunächst beim ersten Solo.
Die Mandolinenmelodie auf der Gitarre
Die Mandoline prägt den Sound von Maggie May entscheidend. Da ihr Part in der verwendeten Guitar-Pro-Fassung fehlt, habe ich die Melodie herausgehört. Den ersten Teil spielen wir komplett auf einer Saite, damit der Klang konstant bleibt.
Ab 38:41 üben wir die Melodie über die Bünde 3, 5, 7, 8 und 10. Wichtig für flüssiges Tempo: Die Anschlagbewegung kommt aus einer lockeren Drehung im Handgelenk, nicht aus einem steifen Hin und Her des Unterarms.
Begleitung aufnehmen und darüber spielen
Mit einem Looper kannst du dir die Akkordfolge D – Dsus4 – G/D – D selbst aufnehmen und danach die Melodie darüber üben. Ab 41:29 zeige ich dir die Aufnahme und das Zusammenspiel. Wenn du keinen Looper hast, lass einfach das Video als Begleitung laufen.
Direkt zur passenden Stelle
Hintergrund: Rod Stewart und die Studioband
Maggie May erschien 1971 auf Every Picture Tells a Story. Rod Stewart schrieb den Song gemeinsam mit Martin Quittenton. Als Single war er zunächst nur die B-Seite von Reason to Believe und wurde dann selbst zum riesigen Hit.
Die Akustikgitarre spielte Quittenton, die E-Gitarre Ronnie Wood und die Mandoline Ray Jackson. Achte im Original darauf, wie die Instrumente einander Platz lassen. Genial ist der Schluss: Das E-Gitarrensolo klingt wunderschön ab, während die Mandoline einsetzt. Im Video schauen wir uns diese Stelle ab 35:25 an.
Viel Freude mit Maggie May
Danke fürs Mitspielen. Nimm dir zuerst eine Strophe vor und probier danach unbedingt die ersten Takte des Solos aus. Am Ende zeigt uns Ron Wood hier, wie man mit wenigen Tönen richtig schön Musik machen kann. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Üben.
Alles Liebe und viel Spaß!
Horst Keller







