Cat Stevens · Akustikgitarre · Begleitung · Horst Keller

Wild World auf der Gitarre

Horst zeigt den Song als vollständige Begleitstunde. Du lernst Grundakkorde, farbige Erweiterungen, die fallende G-F-E-D-Linie und den C-Dur-Lauf im Refrain. Danach formst du aus denselben Akkorden eine Begleitung mit Dynamik, Picking und kleinen Zwischenspielen.

TonzentrumC-Dur und A-Moll
SchwerpunktBegleitung und Dynamik
VarianteCapo im 5. Bund
Lektion46 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Erst die Akkorde, dann das Gefühl

Horst beginnt mit einer spielbaren Grundfassung und erweitert sie Schritt für Schritt. Die Lektion verbindet Akkordarbeit, rechte Hand, Gesangsbegleitung und mehrere Varianten für die kurzen Übergänge.

Dein Auftrag: Spiele zuerst jeden Akkord zweimal, ohne Verzierung und ohne festes Schlagmuster. Wenn die Wechsel ohne Suchen funktionieren, hörst du die Lektion erneut und ergänzt nur eine dynamische Idee.

Die Begleitung darf nicht zur Leier werden

Der Song wiederholt viele Akkordfolgen. Horst löst das nicht mit einem komplizierten Rhythmus, sondern mit Kontrasten: Plektrum, Finger, einzelne Basstöne, leise Strophe und ein größerer Anschlag im Refrain.

Die rechte Hand bleibt grundsätzlich in Bewegung. Entscheidend ist, welche Schläge du betonst, welche Saitengruppe du triffst und wann du Platz lässt.

Stabile Akkorde geben der rechten Hand die Freiheit für Dynamik.

Grundformen mit optionaler Farbe

Die Akkordfolge bleibt überschaubar

Für die einfache Fassung reichen vertraute offene Griffe. Horst ergänzt einige Töne, die den Übergängen mehr Farbe geben. Jede Erweiterung ist optional.

A-Moll-Familie

Am oder Am7

Beginne mit A-Moll. Die offene G-Saite oder ein zusätzlicher G-Ton macht daraus Horsts weichere Am7-Farbe.

D-Familie

D7 und D9

D7 trägt die Strophe. Im Intro lässt Horst die hohe E-Saite offen und erhält dadurch einen helleren D9-Klang.

C und G

Cmaj7/G als Verbindung

Das C mit G im Bass und offener H-Saite verbindet die Lage ruhig. Ein normales C bleibt die sichere Alternative.

F, Dm und E

Vom kleinen F zum E7

F darf als Barré oder kleine Form erklingen. Dm führt weiter zu E oder E7, bevor die Folge nach A-Moll zurückkehrt.

Wechsle nicht alle Formen gleichzeitig. Lege zuerst eine persönliche Grundfassung fest und markiere danach genau zwei Stellen, an denen eine Erweiterung wirklich hörbar hilft.

Am7, D9, Gmaj7, Cmaj9, Fmaj7, Dm7, E und E7

Das Intro klingt durch kleine offene Töne größer

Horst baut die Einleitung wie eine Akkordtreppe. Viele Formen unterscheiden sich nur durch eine offene Saite oder einen einzelnen zusätzlichen Finger.

Form greifen

Spiele zuerst den reinen Grundakkord und prüfe jede Saite einzeln.

Farbton öffnen

Nimm genau einen Finger weg oder ergänze den kleinen Finger für die Erweiterung.

Wechsel verkürzen

Suche Finger, die zwischen zwei Akkorden liegen bleiben können.

Klang vergleichen

Nimm Grundform und Erweiterung direkt hintereinander auf und entscheide nach Klarheit.

Das Intro ist kein Pflichtteil. Wenn die Erweiterungen den Puls bremsen, spielst du die Standardakkorde und kehrst erst später zur Akkordtreppe zurück.

Fallende Linie vor dem Refrain

G, F, E und D bilden den Übergang

Vor dem Refrain führt Horst eine fallende Tonfolge von G über F und E nach D. Sie kann als einfache Einzellinie, innerhalb von Akkordformen oder als anspruchsvollere Barrébewegung gespielt werden.

Der Auftakt beginnt nach zwei E7-Schlägen. Der erste Ton der Linie sitzt auf der Und-Zählzeit. Genau diese Platzierung macht den Übergang flüssig.

Die einfache Linie ist musikalisch vollständig. Eine schwierigere Variante ist nur sinnvoll, wenn der Puls unverändert bleibt.

Drei Stufen zum Übergang

  1. Sprich G, F, E und D im Viertelpuls.
  2. Spiele die vier Töne ohne Akkorde.
  3. Setze zwei E7-Schläge davor.
  4. Beginne G auf der Und-Zählzeit.
  5. Ergänze erst danach Akkordgriffe oder Barré.

C-Dur-Tonleiter rückwärts

Der Refrain verbindet Akkorde und Lauf

Zwischen C, G und F liegt ein kurzer Lauf aus der C-Dur-Tonleiter. Horst empfiehlt, die Tonleiter in der offenen Lage vorwärts und rückwärts mit Wechselschlag zu üben. Dadurch wird der Lauf nicht als isolierter Trick gelernt.

Die zweite Antwort arbeitet mit tiefen Tönen rund um G, A und C. Auch hier gilt: Der Lauf verbindet die Akkorde. Er darf den nächsten Akkord nicht verzögern.

Vor dem erneuten C setzt Horst einen gedämpften und einen offenen Akkordschlag. Stille und Öffnung erzeugen mehr Wirkung als zusätzliche Noten.

Refrain sauber verbinden

  1. C, G und F ohne Lauf spielen.
  2. C-Dur-Tonleiter langsam rückwärts üben.
  3. Lauf und nächsten G-Akkord verbinden.
  4. Zweite Bassantwort getrennt lernen.
  5. Gedämpften und offenen Schlag vor C setzen.

Plektrum, Finger und Lautstärkebogen

Die Strophe braucht weniger, der Refrain mehr

Horst steckt das Plektrum bei Bedarf in den Mittelfinger und begleitet mit Daumen und Zeigefinger weiter. So entsteht ein sofortiger Klangwechsel, ohne dass der Song anhält.

Strophe

Leiser und näher an den Basstönen

Spiele mit Fingern oder kleinem Plektrumweg. Lass einzelne hohe Saiten weg und halte die Stimme im Vordergrund.

Refrain

Größerer Anschlag und klare Öffnung

Nimm das Plektrum wieder frei, öffne den Saitenbereich und steigere die Lautstärke, ohne schneller zu werden.

Die Mr.-Big-Fassung liegt in Horsts Erklärung höher. Mit einem Capo im fünften Bund kannst du dieselben C-Dur-Griffbilder verwenden und klingst in F-Dur. Spiele diese Variante erst, wenn die Begleitung ohne Capo stabil ist.

Vier Saiten hinunter, vier zurück

Das Picking beginnt immer am richtigen Basston

Horsts Grundmuster läuft vier Saiten abwärts und vier zurück. Bei A-Moll startest du auf der A-Saite, bei Dm auf der D-Saite und bei G auf der tiefen E-Saite.

Bei einem sechssaitigen Akkord überspringt Horst auf dem Weg nach unten eine Saite, damit die Figur gleichmäßig bleibt. Bei viersaitigen Formen wird die höchste Saite auf dem Rückweg wiederholt.

Der Basston gehört zum Akkord und bestimmt den Startpunkt.

Pickingkontrolle

  1. Nur den Basston jedes Akkords anschlagen.
  2. Vier Töne langsam abwärts spielen.
  3. Vier Töne zurückführen.
  4. Akkordwechsel ohne Unterbrechung ergänzen.
  5. Erst danach zwischen Strumming und Picking wechseln.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten von Akkorden zu Dynamik

  1. Grundformen: Am, D7, G, C, F, Dm, E und E7 ohne Rhythmus wechseln.
  2. Zweierschläge: Jeden Akkord zweimal spielen und den kompletten Formweg halten.
  3. Fallende Linie: G, F, E und D erst sprechen, dann spielen und auf der Und einsetzen.
  4. Refrainlauf: C-Dur rückwärts üben und ohne Pause in den G-Akkord führen.
  5. Picking: Für jeden Akkord den richtigen Basston bestimmen und vier Töne hinunter sowie zurück spielen.
  6. Dynamik: Eine Strophe leise mit Fingern, den Refrain größer mit Plektrum aufnehmen.

Höre zuerst auf den Puls

Horst empfiehlt, das Stück oft zu hören und den Puls körperlich zu erfassen. Die rechte Hand bleibt rauf und runter in Bewegung. Betonungen und ausgelassene Schläge formen daraus den Rhythmus.

Wenn ein Zwischenspiel den Akkordwechsel stört, lässt du es weg. Spiele die Grundfolge viermal ohne Stocken und ergänze danach genau eine Verbindung.

Kompliziere die Begleitung nicht, bevor sie musikalisch trägt.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Picking, Rhythmus und Cat-Stevens-Begleitung

Geschütztes Originalmaterial

Das bestehende Begleitmaterial bleibt über seine Mitgliederroute verknüpft. Nutze es für Akkordfolge, Form und Griffkontrolle. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

Acht Akkorde, vier ruhige Durchgänge

Spiele die Strophenfolge nur mit zwei Schlägen pro Akkord. Achte darauf, dass du vor F und Dm nicht langsamer wirst. Erst danach ergänzt du Am7, E7 oder einen kurzen Lauf.

„Lerne erst die Akkorde, lerne die zu spielen und der Rest folgt dann.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: die fallende Linie, der Refrainlauf oder der Wechsel zwischen Plektrum und Fingern?

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