Elton John · Gitarre und Gesang · Horst Keller

Can You Feel the Love Tonight auf der Gitarre

Die Begleitung lebt nicht von schweren Einzelgriffen. Entscheidend sind die Basstöne unter den Akkorden, sichere Wechsel und eine Dynamik, die der Stimme folgt. Horst zeigt dafür eine klare Gitarrenfassung mit Capodaster im dritten Bund.

Die sichtbaren Griffbilder bleiben in G-Dur-Formen. Durch den Capodaster klingt die Fassung in B-Dur. Wenn die Lage für deine Stimme zu hoch ist, lässt du den Capodaster weg und behältst dieselben Bewegungen bei.

Klingende TonartB-Dur mit Capo 3
GriffformenG-Dur-Familie
SchwerpunktBass · Wechsel · Dynamik
Lektion36:29 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Höre zuerst auf Stimme, Bass und Anschlag

Horst beginnt mit einer kompletten Fassung. Danach erklärt er Intro, Strophe, Refrain, Schlagrhythmus, Picking und die dynamische Steigerung bis zum Schluss.

Dein Auftrag: Höre die komplette Fassung einmal ohne mitzuspielen. Achte nur darauf, wann der Bass wechselt, wann Horst vom Anschlag zum Picking geht und wie die Gitarre auf lautere oder leisere Gesangsphrasen reagiert.

Eine Klavierbegleitung auf sechs Saiten

Bei einem Klavierstück tragen die tiefen Töne viel von der harmonischen Bewegung. Auf der Gitarre entsteht derselbe Eindruck durch Umkehrungen wie D/Fis, C/G, G/D und G/B.

Der Buchstabe nach dem Schrägstrich bezeichnet den Basston. Genau diese Töne verbinden die Akkorde und machen aus einer Folge von Griffen eine geführte Begleitung.

Das achttaktige Intro

Die Basslinie ordnet jeden Akkordwechsel

Horst zählt acht Takte. In den letzten beiden Takten folgen die Akkorde doppelt so schnell. Lerne deshalb erst die Bassziele, dann die vollständigen Griffe.

Start

G und D/Fis

Der Bass fällt von G nach Fis. Greife D-Dur so, dass der Fis-Ton auf der tiefen E-Saite sicher erreichbar bleibt.

Umkehrung

C/G und G/D

C-Dur bekommt G im Bass. Danach klingt G-Dur von der D-Saite aus. Schlage nur ab dem gewünschten Basston an.

Mittellinie

C und G/B

Beim G/B beginnt der Akkord auf der A-Saite. Der Wechsel wirkt klein, verändert aber die Richtung der Bassstimme deutlich.

Abschluss

D/Fis, G, Am7, G/B

Die letzten Takte verdichten den Ablauf. Übe diese Folge getrennt, bis jeder Basston auf der richtigen Zählzeit steht.

Kontrolliere den tiefsten angeschlagenen Ton. Ein richtig gegriffener Akkord klingt trotzdem unklar, wenn die rechte Hand unterhalb oder oberhalb des geplanten Basstons beginnt.

Strophe und Refrain

Standardgriffe werden durch ihre Reihenfolge anspruchsvoll

Die Strophe arbeitet vor allem mit C, G, Am7, D, Em und F. Im Refrain kommen schnelle Folgen mit G, D/Fis, Em, C, A, D und Am hinzu. Kein Griff steht für sich allein schwer im Weg, aber die Wechsel liegen dichter als in einer typischen einfachen Gitarrenbegleitung.

Beim F-Akkord zeigt Horst sowohl die volle Barréform als auch eine kleinere Variante. Für die spätere Gesangsbegleitung ist die Form sinnvoll, die du ohne rhythmische Pause erreichst und deren Basston sauber bleibt.

Vier Akkorde in einer Zeile bedeuten bei Horsts Erklärung zwei Anschläge pro Akkord. Wenn die Wechsel noch stocken, reduziere zunächst auf einen klaren Anschlag pro Ziel.

Vier Kontrollen

  1. Der Basston stimmt mit der Akkordbezeichnung überein.
  2. Gemeinsame Finger bleiben möglichst liegen.
  3. Der neue Griff steht vor dem Anschlag.
  4. Der Puls läuft auch beim F-Akkord weiter.

Vom Schlagzeug zur rechten Hand

Der Rhythmus entsteht zuerst im Körper

Horst orientiert den Gitarrenanschlag an dem Groove, den ein Schlagzeug spielen würde. Das verhindert eine Begleitung, die nur bei jedem neuen Akkordsymbol reagiert. Zähle den Viertelpuls und setze die Griffwechsel hinein.

Die Archivfassung nennt als einfaches Anschlagmuster Abschlag, Abschlag, Ab- und Aufschlag. In der Lektion variiert Horst diesen Grundgedanken je nach Dichte und Gesang. Nutze das Muster als Startpunkt, nicht als starre Vorschrift für jede Zeile.

Spiele eine Runde auf gedämpften Saiten. Erst wenn der Groove ohne Akkorde trägt, setzt du G, D/Fis und C/G wieder ein.

Groove in vier Schichten

  1. Viertel laut zählen.
  2. Gedämpfte Abschläge ergänzen.
  3. Den Aufschlag leise einsetzen.
  4. Die Basswechsel in denselben Puls legen.

Picking und Dynamik

Die Begleitung folgt der Stimme

Für die ruhigere zweite Hälfte zeigt Horst zwei Pickingideen. Die einfachste Bewegung läuft von der Basssaite über die hohen Saiten nach oben und wieder zurück.

Vier hinunter

Beginne am Basston und gehe in gleichmäßigen Einzeltönen über die Saiten nach unten.

Vier zurück

Kehre über die hohen Saiten zurück. Die Bewegung bleibt klein und ohne hektischen Richtungswechsel.

Stütze

Horst stabilisiert die rechte Hand leicht mit dem kleinen Finger. Nutze die Stütze nur, wenn die Hand locker bleibt.

Steigerung

Zum Finale mischt Horst Rhythmus und Picking. Akzente und Lautstärke folgen dem Verlauf der Stimme.

Leise Stellen brauchen keine kleineren Gefühle, sondern kontrolliertere Bewegungen. Wenn die Stimme zurückgeht, nimmt die Gitarre Raum weg. Wenn die Stimme wächst, darf der Anschlag breiter werden.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten für Begleitung und Gesang

  1. Bass: Die Introfolge nur mit den tiefsten Tönen spielen.
  2. Griffe: G, D/Fis, C/G und G/B mit kleinen Bewegungen verbinden.
  3. Strophe: C, G, Am7, D, Em und F auf einen Anschlag reduzieren.
  4. Refrain: Erst einen, danach zwei Anschläge pro Akkord einsetzen.
  5. Picking: Vier Saiten hinunter und zurück über zwei Akkorde üben.
  6. Dynamik: Eine Strophe leise beginnen und den Refrain kontrolliert steigern.

Wähle die passende Lage

Spiele die Fassung zuerst mit Capodaster im dritten Bund. Wenn die Gesangslage nicht passt, nimm den Capodaster weg. Die Griffformen und der Übeweg bleiben gleich.

Nimm danach 30 Sekunden auf. Höre getrennt auf Bass, Akkordwechsel und Lautstärke. Korrigiere nur die Ebene, die den Puls unterbricht.

Der Kontrollpunkt lautet: Kannst du weiterzählen, während der Griff wechselt?

Material aus dem bestehenden Archiv

Akkorde und Songform

Die vorhandene geschützte Downloadroute bleibt unverändert. Im lokalen VIP-Guitar-Archiv sind eine zweitseitige historische Akkordfassung und eine dreiseitige Fassung mit neun Griffbildern, Capodasterhinweis, Intro, Strophe und Refrain belegt.

Die dreiseitige Fassung nennt als einfaches Anschlagmuster Abschlag, Abschlag, Ab- und Aufschlag. Die ältere Fassung dokumentiert zusätzlich die Bassumkehrungen des Intros besonders deutlich. Geschützte Liedzeilen werden hier nicht wiedergegeben.

Geschütztes Zusatzmaterial

Der bestehende Download bleibt Unterstützern vorbehalten und führt zur unveränderten Schutzroute.

Klang und Zusammenspiel

Ein klarer Akustikklang lässt die Stimme frei

Anschlag

Wenig Effekt, deutliche Dynamik

Horst lässt den klassischen Gitarrenklang ohne zusätzlichen Chorus stehen. Die Ausdrucksarbeit kommt aus Anschlag, Lautstärke und Timing.

Picking

Bass und Höhen ausbalancieren

Der Basston führt, darf die hohen Einzeltöne aber nicht verdecken. Spiele mit kleiner Bewegung und gleichmäßiger Rückkehr.

Die Stimme bestimmt die Form

Begleitung und Gesang sind keine zwei getrennten Aufgaben. Reduziere die Gitarre, wenn die Stimme leise wird, und steigere beide Ebenen gemeinsam.

Dynamik im Video öffnen

Passende Vertiefung

Übertrage Bassführung und Gesangsbegleitung

Der rote Faden bleibt derselbe: Die Akkordnamen geben den Rahmen, Bass, Puls und Dynamik machen daraus Musik.

Dein nächster Schritt

Lerne heute nur das Intro

Spiele die acht Takte zuerst nur als Basstöne. Ergänze danach G, D/Fis, C/G und G/B. Erst wenn die letzten beiden Takte ohne Suchbewegung laufen, kommen Anschlagmuster, Picking und Gesang hinzu.

„Wenn du ein Lied hörst, denk an das Schlagzeug.“Horst Keller, aus der Videolektion

Wo stockt deine Fassung noch: beim Basston, beim Griffwechsel oder in der Dynamik?

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Celine-Leonie
    4. Mai 2021 19:34

    Hallo, könnten Sie vielleicht ein Lernvideo zu dem Lied machen auf der Gitarre ? Würde mich sehr freuen.

    Liebe Grüße

    Antworten

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