Billy Idol · Steve Stevens · Rebel Yell · Teil 1

Rebel Yell Gitarre Teil 1: Intro, Rhythmus und Refrain

Dieses Tutorial lebt von Kontrasten: Hybrid Picking im Intro, kurze Powerchord-Motive, ein eng geführter 80er-Rhythmus und klare Wechsel zwischen H5, D und Gmaj7. Horst zerlegt die Begleitung bis zum Auftakt des Solos in kontrollierbare Bausteine.

TonzentrumH-Moll
Tempo166 BPM in der Notation
StimmungStandard
Lektion19:39 Minuten

Die vollständige Videolektion

Teil 1 baut die komplette Begleitung bis zur Bridge

Horst beginnt mit dem damaligen Soundaufbau, spielt das Intro im Zieltempo und erklärt danach Hybrid Picking, Auftakt, Strophe, Refrain und Bridge. Gitarrensolo, Synthie-Effekt und Finale folgen in Teil 2.

Dein Auftrag: Spiele zuerst nur die H-Moll-Introform. Trenne Bassbewegung und gezupfte Oberstimmen, dann setze beides langsam zusammen. Erst wenn jeder Ton klar beginnt und endet, ergänzt du das 420-Millisekunden-Delay aus der Lektion.

Eine Lektion mit vier verschiedenen Aufgaben

Das Intro verlangt Unabhängigkeit zwischen Plektrum und Fingern. Der Auftakt setzt kurze Powerchords und eine durchgehende tiefe E-Saite dagegen. In der Strophe wird die rechte Hand zum Motor, im Refrain kommen gedämpfte Schläge und schnelle Akkordantworten hinzu.

Übe diese Ebenen getrennt. Wer sofort den ganzen Ablauf spielt, vermischt häufig Griffwechsel, Dämpfung und Rhythmus.

Horsts Reihenfolge ist deshalb sinnvoll: Klang einstellen, Introform lernen, Auftakt ergänzen, Strophe stabilisieren und erst danach den Refrain verbinden.

Sound aus Horsts Lektion

Dichter Rocksound, klare Artikulation und ein gezieltes Delay

Horst beschreibt einen Marshall-artigen, in Richtung JCM 800 gehenden Klang mit Humbuckern. Im historischen Setup nutzt er ein Line-6-Preamp-Modell, DT25 und Music Man Axis. Die Geräte sind nicht das Lernziel, entscheidend sind Dichte, Klarheit und Kontrolle bei geringer Lautstärke.

Grundsound

Stelle genug Verzerrung für tragende Powerchords ein, aber lasse Anschlag und Dämpfung hörbar. Das Intro muss ohne Echo vollständig verständlich bleiben.

Digitaldelay

Horst nennt 420 Millisekunden. Schalte das Echo erst nach einem sauberen trockenen Durchgang hinzu, damit es keine unsauberen Tonenden vervielfacht.

Passender Song-Sound

Das bestehende Steve-Stevens-Preset bei VIP-Guitar ist die sachlich passende Klangverknüpfung zur Lektion. Format und Kompatibilität prüfst du auf der Produktseite.

Preset ansehen

Das prägende Intro

Hybrid Picking verbindet Bassbewegung und Oberstimmen

Horst legt die linke Hand zunächst als H-Moll-Form an: siebter Bund auf der tiefen E-Saite, neunter Bund auf der A-Saite sowie siebter und neunter Bund auf der D-Saite. Darüber liegen die gezupften Töne im zehnten Bund.

Form setzen

Greife nur die H-Moll-Basis und kontrolliere jeden Ton einzeln.

Oberstimmen

Mittel- und Ringfinger zupfen die hohen Saiten gleichzeitig und gleich laut.

Bass bewegen

Das Plektrum führt die tiefen Töne, ohne die Fingerbewegung zu stören.

Beides koppeln

Verbinde erst zwei Ereignisse, dann die ganze Figur im langsamen Puls.

Der charakteristische Druck kommt nicht aus zusätzlicher Kraft. Er entsteht, wenn Plektrum und Finger gleichzeitig treffen und die Töne sauber getrennt bleiben. Horst zeigt zusätzlich seine praktische Live-Variante, bei der das Plektrum in der Hand bleibt.

Vom Intro in die erste Strophe

Kurze Powerchords treffen auf ein durchgehendes Motiv

Nach der Hybrid-Picking-Figur führt Horst über E, Fis und G weiter. Es folgen kurze Powerchord-Antworten, der Sprung zum E5 im siebten Bund der A-Saite und die durchgepickte tiefe E-Saite.

Im zweiten Durchgang verändert sich der Abschluss. D, A und H führen zur Strophe. Ein abgesenkter Ton auf der G-Saite wird mit Tremolo und Flageolett wieder nach oben geführt.

Behandle das Flageolett als eigenen Effektbaustein. Der Song funktioniert zuerst auch ohne ihn. Ergänze Tremolo, Berührpunkt und Tonhöhenbewegung erst nach einem rhythmisch sicheren Auftakt.

Vier Kontrollpunkte

  1. Powerchords beginnen gemeinsam.
  2. Die tiefe E-Saite bleibt im Puls.
  3. Sprünge enden ohne Nebensaiten.
  4. Das Flageolett kommt erst nach dem sauberen Grundablauf.

Strophe und Refrain

Der 80er-Rhythmus braucht kleine, genaue Bewegungen

In der Strophe setzt Horst H5 im siebten Bund der tiefen E-Saite und ergänzt die Oktave auf der D-Saite. Der Rhythmus wird viermal wiederholt. Danach antworten D und Gmaj7, bevor D und A den Abschnitt schließen.

H5

Motor der Strophe

Vier Wiederholungen, eng gedämpft und mit konstantem Puls.

D

Kompakte Form

Der flach gesetzte Finger greift D-, G- und H-Saite im siebten Bund.

Gmaj7

Farbe trotz Verzerrung

Die verschobene Form berücksichtigt die H-Saite und bleibt kontrolliert.

D und A

Kurze Antwort

Zwei klare Akkordschläge führen zurück zum nächsten Formteil.

Im Refrain bleibt H5 das Zentrum. Gedämpfte Schläge, die Antwort A, H, A sowie D, Gmaj7 und D-A bilden die nächste Ebene. Höre den Ablauf mehrfach, bevor du das Tempo erhöhst. Horst nennt das sichere innere Formgefühl ausdrücklich als Voraussetzung.

Direkt zu den Stellen

20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Intro zur vollständigen Begleitung

  1. H-Moll-Form: Spiele alle gegriffenen Töne einzeln und ohne Delay.
  2. Fingerpaar: Zupfe Mittel- und Ringfinger zehnmal gleichzeitig und gleich laut.
  3. Hybrid-Verbindung: Koppel Bass und Oberstimmen zunächst in Zweiergruppen.
  4. Auftakt: Spiele E, Fis, G und die Powerchord-Antworten als eigenen Loop.
  5. Strophe: Stabilisiere H5, D und Gmaj7 deutlich unter 166 BPM.
  6. Refrain: Ergänze Dämpfung, A-H-A und D-A erst nach einem sicheren Formdurchgang.

Ein Kriterium pro Aufnahme

Im ersten Durchgang kontrollierst du nur die Gleichzeitigkeit von Plektrum und Fingern. Im zweiten hörst du auf Tonenden und Nebensaiten. Im dritten prüfst du, ob jeder Wechsel im Puls bleibt.

166 BPM sind ein Zielwert aus Rhythmus- und Solo-Notation, kein Starttempo. Beginne so langsam, dass du jede Bewegung benennen und wiederholen kannst.

Füge das Delay erst im letzten Pass hinzu. Wenn das Echo ungewollte Geräusche wiederholt, kehrst du zum trockenen Signal und zum kleinsten fehlerhaften Baustein zurück.

Notation und Formkontrolle

Rhythmuspartitur und Solofassung bestätigen den Aufbau

Die siebenseitige Rhythmuspartitur steht in Standardstimmung bei 166 BPM. Die GPX-Fassung enthält 138 Takte und markiert Intro, Strophe, Refrain, Bridge, Gitarrensolo, Interlude und Schlussrefrain.

Für Teil 1 sind besonders Palm Mutes, Dead Notes, Slides, Harmonische und Tremolo-Bewegungen dokumentiert. Die separate dreiseitige Solofassung umfasst 31 Takte und gehört inhaltlich zur Fortsetzung.

Im Ausgangsbeitrag war kein geschützter Download eingebunden. Deshalb wurde keine neue Datei oder Schutzroute ergänzt.

So nutzt du den Formplan

  1. Markiere Intro, Strophe und Refrain.
  2. Spiele jeden Abschnitt als getrennten Loop.
  3. Verbinde nur zwei Formteile pro Durchgang.
  4. Öffne Teil 2 erst für Solo und Finale.

Die Fortsetzung

Teil 2 übernimmt Solo, Synthie-Effekt und Finale

Am Ende dieser Lektion spielt Horst die Bridge, kehrt zum bekannten Intro zurück und führt bis zum Beginn des Gitarrensolos. Damit ist Teil 1 als Begleitkurs vollständig abgeschlossen.

Wechsle erst nach einem stabilen Strophe-Refrain-Ablauf zur Fortsetzung. Das Solo bringt Bendings, Vibrato, Tapping, schnelle Läufe und Tremoloarbeit hinzu. Diese Aufgaben brauchen einen eigenen Übeweg.

Die separate Solonotation bestätigt diese Schwerpunkte mit 27 Bendings, 24 Vibratonoten, Slides, Hammer-Ons und Pull-Offs sowie Tremolo-Bewegungen.

Deine Reihenfolge

  1. Intro ohne Delay stabilisieren.
  2. Strophe und Refrain verbinden.
  3. Bridge bis zum Soloauftakt spielen.
  4. Danach Teil 2 separat öffnen.

Zu Rebel Yell Teil 2

Passende nächste Schritte

Vertiefe Steve-Stevens-Rhythmus und Rockkontrolle

Dein nächster Durchgang

Nimm heute nur acht Takte auf: Introform, Auftakt und den ersten Stropheneinsatz. Wenn Bass, Oberstimmen und Powerchords getrennt hörbar bleiben, ist der wichtigste Schritt geschafft.

Dein nächster Schritt

Lerne erst einen Teil, dann verbinde

Stabilisiere die H-Moll-Form, das Fingerpaar und die Bassbewegung einzeln. Danach folgt der Auftakt, erst dann die Strophe. Diese Reihenfolge spart Zeit und macht den Zielpuls erreichbar.

„So, lerne erst diesen Teil.“Horst Keller in der Videolektion

Was bremst dich noch: Hybrid Picking, der Strophenrhythmus oder die schnellen Wechsel?

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