Johnny Cash · Country-Groove · Rhythmusgitarre · Horst Keller
Ring of Fire auf der Gitarre
Drei offene Akkorde reichen für den Einstieg. Die eigentliche Lektion steckt in der rechten Hand: Wechselbass, gedämpfte Zwischenschläge, Country-Licks, Auftakte und eine lockere Rotationsbewegung. Horst baut den Song vom einfachen Begleitmuster bis zur detailreichen elektrischen Gitarrenrolle auf.
Die vollständige Gitarrenstunde
Vom einfachen Wechselbass zur Country-Begleitung
Horst unterrichtet Ring of Fire in einer Live-Stunde mit mehreren Spielern. Er trennt Akkorde, Grundbegleitung, elektrische Fills und rechte Hand so deutlich, dass du jede Rolle einzeln lernen kannst.
Die rechte Hand bestimmt den Schwierigkeitsgrad
Die Griffe sind überschaubar. Das Tempo und die kurzen Wechsel machen die Begleitung anspruchsvoll. Horst empfiehlt ausdrücklich, deutlich langsamer als die Aufnahme zu beginnen. Die Bewegung muss sich leicht anfühlen, bevor das Metronom schneller wird.
Für die elektrische Rolle kommen gedämpfte Saiten, konsequenter Wechselschlag und kleine Hammer-ons hinzu. Diese Details werden nicht gleichzeitig gelernt, sondern als einzelne Bausteine.
G-Dur als Zentrum
Drei Akkorde tragen Form und Refrain
Horsts Unterrichtsfassung bleibt in G-Dur. C-Dur setzt kurze Antworten, D oder D7 führt zurück. Die vorhandene Materialgrafik notiert denselben harmonischen Kern.
Grundpuls und Ruhepunkt
Beginne mit der tiefen G-Bassnote auf der E-Saite. Der Akkord folgt leicht und ohne zusätzlichen Greifdruck.
Kurzer Wechsel
In der Strophe bleibt C teilweise nur einen Schlag. Bereite den Griff früh vor und kehre sofort nach G zurück.
Refrain und Auftaktziel
Die leere D-Saite ist zugleich Ziel des chromatischen Auftakts und Anfang des nächsten Rhythmus.
Alternative Farbe
Horst zeigt D7 als klangliche Variante. Wähle zunächst nur eine D-Form und halte die Wechsel reproduzierbar.
Ein kurzer C-Wechsel ist schwieriger als ein lange gehaltener Akkord. Übe deshalb nicht nur die Griffe, sondern auch ihre genaue Dauer.
Bassnote und Akkord
Der einfache Groove macht die Form hörbar
Auf G-Dur spielt Horst zuerst die tiefe Bassnote, danach den Akkord. Dieses Wechselspiel ist die stabile Grundfassung. Es lässt genug Zeit, um die kurzen C-Wechsel und den Weg nach D sauber vorzubereiten.
Spiele vier Takte ausschließlich auf G. Danach setzt du C nur an der vorgesehenen Stelle ein. Wenn die Schlaghand beim Griffwechsel stoppt, reduzierst du die Bewegung auf Bassnote und einen leichten Akkordschlag.
Der Puls läuft weiter, auch wenn die Greifhand wechselt. Genau das ist die erste Hörkontrolle.
Grundbegleitung aufbauen
- G-Bassnote einzeln und klar anschlagen.
- Den G-Akkord leicht ergänzen.
- Vier gleichmäßige Takte wiederholen.
- C für einen Schlag einsetzen.
- D oder D7 als Rückführung ergänzen.
Gedämpfte Saiten und kleine Hammer-ons
Die elektrische Rolle verbindet Bassfigur und Rhythmus
Über G spielt Horst die tiefe G-Note, danach zwei gedämpfte Schläge auf der D-Saite. Es folgen die leere A-Saite, ein Hammer-on zum H und erneut eine gedämpfte D-Saite. Die Figur funktioniert auch als allgemeiner Country-Baustein.
Über C verschiebt sich die Idee: C-Bassnote, gedämpfte G-Saite, leere D-Saite und Hammer-on zum E. Über D nutzt Horst D- und G-Saite sowie einen kleinen Hammer-on. Jede Fassung wird zuerst ohne Akkordwechsel gespielt.
Drei Rollen trennen
- Nur die Bassnote treffen.
- Gedämpften Doppelschlag ergänzen.
- Hammer-on einzeln prüfen.
- Figur in Endlosschleife spielen.
- Erst danach G, C und D verbinden.
Lockerheit vor Geschwindigkeit
Die Schlaghand arbeitet als bewegliches System
Horst zeigt keine starre Bewegung aus Unterarm oder Handgelenk. Schulter, Unterarm und Hand bleiben frei. Der Anschlag entsteht aus einer kleinen Rotation, die beim Dämpfen nicht zusammenbrechen darf.
Schulter lösen
Spannung im Schulterbereich ist ein frühes Warnsignal. Unterbrich den Durchgang, bevor die Bewegung hart wird.
Unterarm rotieren
Die Bewegung ist kein großer Kreis. Hand und Unterarm schwingen klein und kontrolliert.
Saiten berühren
Zum Dämpfen nähert sich die Hand den Saiten, ohne die freie Bewegung zu stoppen.
Energie dosieren
Offene Akkorde brauchen wenig Kraft. Zu viel Anschlag macht den Klang breit und nimmt dem Groove die Luft.
Lockerheit ist hier keine Stilfrage, sondern die technische Voraussetzung für Tempo, Dämpfung und Timing.
H, C, Cis und leere D-Saite
Der chromatische Auftakt landet direkt im nächsten Rhythmus
Der Auftakt steigt auf der A-Saite chromatisch von H über C und Cis zur leeren D-Saite. Wichtig ist der Übergang: Sobald die D-Saite klingt, muss der D-Akkord bereits vorbereitet sein.
Für die kurzen Melodieeinwürfe verlangt Horst konsequenten Wechselschlag. Ein einzelner Abschlag wird mit zwei Doppelbewegungen verbunden. Die Hand kommt bei ausgelassenen Schlägen weiter hoch, trifft die Saite aber nicht.
Übe den Rhythmus zunächst auf nur einem Ton. Erst wenn Ab, Ab-Auf, Ab-Auf stabil ist, ergänzt du E, C und die leere D-Saite.
Auftaktkontrolle
- H, C und Cis langsam verbinden.
- Leere D-Saite als Ziel spielen.
- D-Akkord vor dem Zielton vorbereiten.
- Wechselschlag auf einem Ton üben.
- Tonfolge und Rhythmus zusammenführen.
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20 direkte Kapitel
- 00:33 · LernzielRing of Fire und die rechte Hand.
- 01:39 · Aufbau der LektionAkkorde, Klang und elektrische Rolle.
- 02:29 · G, C und D7Die Grundakkorde der Unterrichtsfassung.
- 04:34 · Tempo reduzierenDeutlich langsamer als die Aufnahme beginnen.
- 08:40 · WechselbassBassnote und Akkord als Grundrhythmus.
- 10:04 · Kurzer C-WechselVier Takte G und ein präziser C-Impuls.
- 11:39 · Elektrische BegleitideeBassnote und gedämpfter Doppelschlag.
- 12:48 · Rhythmische SpinneAbschlag und Doppelbewegung trainieren.
- 18:40 · G-FigurGedämpfte D-Saite und Country-Puls.
- 22:12 · Hammer-on über GA-Saite, H-Zielton und Dämpfung.
- 23:42 · C-FigurG-Saite dämpfen und Hammer-on zum E.
- 25:25 · D-FigurD- und G-Saite als dritte Begleitrolle.
- 26:32 · RhythmusgitarreOffene Akkorde mit wenig Kraft spielen.
- 27:22 · RotationsbewegungHandgelenk und Unterarm locker verbinden.
- 28:00 · Lautstärke dosierenDen offenen E-Gitarrenklang kontrollieren.
- 30:37 · Chromatischer AuftaktH, C und Cis führen zur leeren D-Saite.
- 33:46 · MelodieeinwürfeEinzelton und zwei Doppelbewegungen.
- 39:48 · SongdurchlaufBegleitung und Fills im Zusammenhang.
- 43:35 · Fundament der rechten HandEnergie, Lockerheit und Timing.
- 50:08 · Dämpfen ohne VersteifungRotation und Saitenkontakt verbinden.
Konkreter Übeplan
Sechs Einheiten vom Akkord zum Arrangement
- Akkorde: G, C und D oder D7 ohne Rhythmus sicher verbinden.
- Wechselbass: Vier Takte G mit Bassnote und Akkord ruhig halten.
- Kurzwechsel: C für einen Schlag einsetzen und ohne Pause nach G zurückkehren.
- E-Gitarre: Gedämpften Doppelschlag und Hammer-on zuerst nur über G üben.
- Auftakt: H, C, Cis und D mit vorbereitetem D-Akkord verbinden.
- Songform: Grundbegleitung durchspielen, danach genau einen Fill pro Abschnitt ergänzen.
Details einzeln kontrollieren
Horst lässt die rhythmische Doppelbewegung zunächst auf einer einzelnen Saite üben. Das verhindert, dass Tonfolge und rechte Hand gleichzeitig überfordern.
Nimm kurze Schleifen auf. Höre zuerst, ob Bassnote und Akkord gleichmäßig liegen. Danach prüfst du, ob die gedämpften Schläge wirklich kürzer und leiser sind.
Erhöhe das Tempo nur, wenn Schulter, Unterarm und Handgelenk frei bleiben.
Zwei Klangrollen
Clean-Sound und Anschlag müssen zusammenarbeiten
Offen und leicht
Lass G, C und D klar ausklingen. Wenig Kraft hält den Wechselbass durchsichtig und gibt der Stimme Platz.
Drahtig und kontrolliert
Horst nutzt einen Clean-Sound mit Mittel- oder Zwischenposition. Weniger Gitarrenlautstärke und leichte Dämpfung begrenzen die Energie.
Der Klang darf nicht breiter werden, wenn das Tempo steigt. Wenn Bassnote, Dämpfung und Hammer-on nicht getrennt hörbar sind, reduzierst du Anschlag und Geschwindigkeit.
Material und nächste Schritte
Vertiefe Wechselbass, Rotation und Liedbegleitung
Geschütztes Originalmaterial
Die bestehende Materialroute bleibt unverändert. Nutze die Grafik zur Kontrolle von Tonart, Akkorden und Form. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.





1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Top Tipps zum Johnny Cash-Rhythmus bei ca. 26:30 (Saiten dämpfen, Lautstärke bei der Gitarre runter, Mittelstellung der Pickups, Lockere Bewegung von Hand UND Unterarm) und 50:00. Jetzt muss ich das „nur“ noch selbst umsetzen 🙂 (üben, üben. üben).