Johnny Cash · Country-Groove · Rhythmusgitarre · Horst Keller

Ring of Fire auf der Gitarre

Drei offene Akkorde reichen für den Einstieg. Die eigentliche Lektion steckt in der rechten Hand: Wechselbass, gedämpfte Zwischenschläge, Country-Licks, Auftakte und eine lockere Rotationsbewegung. Horst baut den Song vom einfachen Begleitmuster bis zur detailreichen elektrischen Gitarrenrolle auf.

UnterrichtstonartG-Dur
AkkordeG, C, D und D7
Material110 BPM
Lektion52 Minuten

Die vollständige Gitarrenstunde

Vom einfachen Wechselbass zur Country-Begleitung

Horst unterrichtet Ring of Fire in einer Live-Stunde mit mehreren Spielern. Er trennt Akkorde, Grundbegleitung, elektrische Fills und rechte Hand so deutlich, dass du jede Rolle einzeln lernen kannst.

Dein Auftrag: Spiele zuerst vier Takte G-Dur als Wechsel zwischen Bassnote und Akkord. Wechsle danach für genau einen Schlag nach C und sofort zurück. Erst wenn der Puls ruhig bleibt, ergänzt du D oder D7.

Die rechte Hand bestimmt den Schwierigkeitsgrad

Die Griffe sind überschaubar. Das Tempo und die kurzen Wechsel machen die Begleitung anspruchsvoll. Horst empfiehlt ausdrücklich, deutlich langsamer als die Aufnahme zu beginnen. Die Bewegung muss sich leicht anfühlen, bevor das Metronom schneller wird.

Für die elektrische Rolle kommen gedämpfte Saiten, konsequenter Wechselschlag und kleine Hammer-ons hinzu. Diese Details werden nicht gleichzeitig gelernt, sondern als einzelne Bausteine.

G-Dur als Zentrum

Drei Akkorde tragen Form und Refrain

Horsts Unterrichtsfassung bleibt in G-Dur. C-Dur setzt kurze Antworten, D oder D7 führt zurück. Die vorhandene Materialgrafik notiert denselben harmonischen Kern.

G-Dur

Grundpuls und Ruhepunkt

Beginne mit der tiefen G-Bassnote auf der E-Saite. Der Akkord folgt leicht und ohne zusätzlichen Greifdruck.

C-Dur

Kurzer Wechsel

In der Strophe bleibt C teilweise nur einen Schlag. Bereite den Griff früh vor und kehre sofort nach G zurück.

D-Dur

Refrain und Auftaktziel

Die leere D-Saite ist zugleich Ziel des chromatischen Auftakts und Anfang des nächsten Rhythmus.

D7

Alternative Farbe

Horst zeigt D7 als klangliche Variante. Wähle zunächst nur eine D-Form und halte die Wechsel reproduzierbar.

Ein kurzer C-Wechsel ist schwieriger als ein lange gehaltener Akkord. Übe deshalb nicht nur die Griffe, sondern auch ihre genaue Dauer.

Bassnote und Akkord

Der einfache Groove macht die Form hörbar

Auf G-Dur spielt Horst zuerst die tiefe Bassnote, danach den Akkord. Dieses Wechselspiel ist die stabile Grundfassung. Es lässt genug Zeit, um die kurzen C-Wechsel und den Weg nach D sauber vorzubereiten.

Spiele vier Takte ausschließlich auf G. Danach setzt du C nur an der vorgesehenen Stelle ein. Wenn die Schlaghand beim Griffwechsel stoppt, reduzierst du die Bewegung auf Bassnote und einen leichten Akkordschlag.

Der Puls läuft weiter, auch wenn die Greifhand wechselt. Genau das ist die erste Hörkontrolle.

Grundbegleitung aufbauen

  1. G-Bassnote einzeln und klar anschlagen.
  2. Den G-Akkord leicht ergänzen.
  3. Vier gleichmäßige Takte wiederholen.
  4. C für einen Schlag einsetzen.
  5. D oder D7 als Rückführung ergänzen.

Gedämpfte Saiten und kleine Hammer-ons

Die elektrische Rolle verbindet Bassfigur und Rhythmus

Über G spielt Horst die tiefe G-Note, danach zwei gedämpfte Schläge auf der D-Saite. Es folgen die leere A-Saite, ein Hammer-on zum H und erneut eine gedämpfte D-Saite. Die Figur funktioniert auch als allgemeiner Country-Baustein.

Über C verschiebt sich die Idee: C-Bassnote, gedämpfte G-Saite, leere D-Saite und Hammer-on zum E. Über D nutzt Horst D- und G-Saite sowie einen kleinen Hammer-on. Jede Fassung wird zuerst ohne Akkordwechsel gespielt.

Drei Rollen trennen

  1. Nur die Bassnote treffen.
  2. Gedämpften Doppelschlag ergänzen.
  3. Hammer-on einzeln prüfen.
  4. Figur in Endlosschleife spielen.
  5. Erst danach G, C und D verbinden.

Lockerheit vor Geschwindigkeit

Die Schlaghand arbeitet als bewegliches System

Horst zeigt keine starre Bewegung aus Unterarm oder Handgelenk. Schulter, Unterarm und Hand bleiben frei. Der Anschlag entsteht aus einer kleinen Rotation, die beim Dämpfen nicht zusammenbrechen darf.

Schulter lösen

Spannung im Schulterbereich ist ein frühes Warnsignal. Unterbrich den Durchgang, bevor die Bewegung hart wird.

Unterarm rotieren

Die Bewegung ist kein großer Kreis. Hand und Unterarm schwingen klein und kontrolliert.

Saiten berühren

Zum Dämpfen nähert sich die Hand den Saiten, ohne die freie Bewegung zu stoppen.

Energie dosieren

Offene Akkorde brauchen wenig Kraft. Zu viel Anschlag macht den Klang breit und nimmt dem Groove die Luft.

Lockerheit ist hier keine Stilfrage, sondern die technische Voraussetzung für Tempo, Dämpfung und Timing.

H, C, Cis und leere D-Saite

Der chromatische Auftakt landet direkt im nächsten Rhythmus

Der Auftakt steigt auf der A-Saite chromatisch von H über C und Cis zur leeren D-Saite. Wichtig ist der Übergang: Sobald die D-Saite klingt, muss der D-Akkord bereits vorbereitet sein.

Für die kurzen Melodieeinwürfe verlangt Horst konsequenten Wechselschlag. Ein einzelner Abschlag wird mit zwei Doppelbewegungen verbunden. Die Hand kommt bei ausgelassenen Schlägen weiter hoch, trifft die Saite aber nicht.

Übe den Rhythmus zunächst auf nur einem Ton. Erst wenn Ab, Ab-Auf, Ab-Auf stabil ist, ergänzt du E, C und die leere D-Saite.

Auftaktkontrolle

  1. H, C und Cis langsam verbinden.
  2. Leere D-Saite als Ziel spielen.
  3. D-Akkord vor dem Zielton vorbereiten.
  4. Wechselschlag auf einem Ton üben.
  5. Tonfolge und Rhythmus zusammenführen.

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20 direkte Kapitel

Konkreter Übeplan

Sechs Einheiten vom Akkord zum Arrangement

  1. Akkorde: G, C und D oder D7 ohne Rhythmus sicher verbinden.
  2. Wechselbass: Vier Takte G mit Bassnote und Akkord ruhig halten.
  3. Kurzwechsel: C für einen Schlag einsetzen und ohne Pause nach G zurückkehren.
  4. E-Gitarre: Gedämpften Doppelschlag und Hammer-on zuerst nur über G üben.
  5. Auftakt: H, C, Cis und D mit vorbereitetem D-Akkord verbinden.
  6. Songform: Grundbegleitung durchspielen, danach genau einen Fill pro Abschnitt ergänzen.

Details einzeln kontrollieren

Horst lässt die rhythmische Doppelbewegung zunächst auf einer einzelnen Saite üben. Das verhindert, dass Tonfolge und rechte Hand gleichzeitig überfordern.

Nimm kurze Schleifen auf. Höre zuerst, ob Bassnote und Akkord gleichmäßig liegen. Danach prüfst du, ob die gedämpften Schläge wirklich kürzer und leiser sind.

Erhöhe das Tempo nur, wenn Schulter, Unterarm und Handgelenk frei bleiben.

Zwei Klangrollen

Clean-Sound und Anschlag müssen zusammenarbeiten

Grundbegleitung

Offen und leicht

Lass G, C und D klar ausklingen. Wenig Kraft hält den Wechselbass durchsichtig und gibt der Stimme Platz.

Elektrische Rolle

Drahtig und kontrolliert

Horst nutzt einen Clean-Sound mit Mittel- oder Zwischenposition. Weniger Gitarrenlautstärke und leichte Dämpfung begrenzen die Energie.

Der Klang darf nicht breiter werden, wenn das Tempo steigt. Wenn Bassnote, Dämpfung und Hammer-on nicht getrennt hörbar sind, reduzierst du Anschlag und Geschwindigkeit.

Material und nächste Schritte

Vertiefe Wechselbass, Rotation und Liedbegleitung

Geschütztes Originalmaterial

Die bestehende Materialroute bleibt unverändert. Nutze die Grafik zur Kontrolle von Tonart, Akkorden und Form. Liedtext wird im Beitrag nicht wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

Vier Takte, drei Rollen, ein stabiler Puls

Beginne mit dem einfachen Wechselbass auf G. Ergänze danach den kurzen C-Wechsel. Die elektrische Figur und der chromatische Auftakt kommen erst hinzu, wenn die Grundbegleitung ohne Spannung durchläuft.

„Dein ganzes Gitarrenspiel ist nur so gut, wie das, was deine rechte Hand in die Saiten an Energie reinbringt.“Horst Keller, aus der Videolektion

Was fordert dich mehr: der kurze C-Wechsel, die gedämpfte E-Gitarre oder der chromatische Auftakt?

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • dirk.lewanzik@web.de
    10. Januar 2021 16:25

    Top Tipps zum Johnny Cash-Rhythmus bei ca. 26:30 (Saiten dämpfen, Lautstärke bei der Gitarre runter, Mittelstellung der Pickups, Lockere Bewegung von Hand UND Unterarm) und 50:00. Jetzt muss ich das „nur“ noch selbst umsetzen 🙂 (üben, üben. üben).

    Antworten

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